Wenn Frauen und wenn Männer in die Sauna gehen,
 gibt's ganz schön was zu sehen .

Aus der Sicht einer Frau

Aus der Sicht eines Mannes

Männer in der Sauna denken ökonomisch. Ein Handtuch reicht in der Regel völlig aus. Das ist zwar irgendwann eingelaufen und hat mittlerweile die Größe eines Waschlappens. Doch Hygiene hin oder her: Schweiß will schließlich fließen. Dann eben auch auf Holz. Finden Männer ganz natürlich. Frauen nicht. Ihnen schwant in solchen Momenten Fußpilz und noch viel Schlimmeres.

Apropos Schweiß: Frauen transpirieren, Männer schwitzen. Wie die Schweine! Das ist nicht böse gemeint, sondern einer von zahlreichen Kommentaren, die gern und häufig abgelassen werden. Denn Männer pflegen ihr Befinden stets lauthals zu verkünden. Das hört sich beispielsweise so an: "Mensch Jürgen, mir läuft die Suppe mal wieder nur so runter". Echt lecker!

Trifft eine Frau in der Sauna einen Kollegen, wird sie erst einmal einer Ganzkörper-Musterung unterzogen. Über ihren Tauglichkeitsgrad tauscht sich der Mann später ausführlich mit seiner Abteilung aus. Das hat zur Folge, dass die Frau am nächsten Morgen anstelle ihres ausgefeilten Marketing-Konzeptes genauso gut den Jahresbericht des Deutschen Kaninchenzuchtverbandes U 69 vortragen könnte. Auf Inhalte wird bei ihr ohnehin kein Kollege mehr achten ...!

Auch Männer tragen zwischen den Gängen einen Bademantel. Das ist sehr unterhaltsam, weil sich daraus ein Bilderrätsel entwickeln lässt. Die erste Frage lautet: Welche Farbe könnte der Bademantel ursprünglich einmal gehabt haben? Die zweite: Was hat es bei ihm zum Frühstück gegeben? Ein Tipp: Beige-gelbliche Flecken deuten meist auf ein weich gekochtes Ei hin.

Männer sitzen am liebsten in der Sauna. Und das tun sie, wie sonst auch im Leben. Nämlich breitbeinig. Das ist weder einladend noch besonders schön anzuschauen. Eine repräsentative Umfrage hat gerade ergeben, worauf Frauen bei Männern achten. Auf die Augen, meine Herren

 

Frauen in der gemischten Sauna, das ist wie der Papst beim Table-Dance. Für das gar nichts, was Frauen in der Sauna anhaben, müssen sie sich zum Ruhen zigfach wieder einpacken. Turban auf den Kopf, wegen der aus der Form geratenen Frisur, dicker Bademantel, ein Handtuch über die Schultern, eines über die Beine und dann noch Söckchen, damit die Füße nicht erfrieren. Und die "Für Sie" vor die Nase, damit sie draußen ja keiner erkennt. Aus diesem kompletten Aufzug pellen sie sich dann wieder eine Viertelstunde lang schamhaft in der offenen Saunatür - typisch.

Von wegen, Männer gucken erstens auf die Brüste und bleiben da mit ihrem Blick bis frühestens siebtens unbeweglich hängen. Entweder springen die so ins Auge, dass von der restlichen Frau sowieso nichts mehr zu sehen ist, oder sie sind so unscheinbar, dass es schier unhöflich wäre, nicht draufzugucken.

Frauen liegen lieber in der Sauna, auf körpergroßen Saunatüchern. Einerseits tropft der Schweiß dann nicht so unhygienisch auf die Planken, andererseits trotzen sie so partiell besser der Schwerkraft. Und dann immer das Gefalte und dreifach unter den Hintern und zweifach unter die Füße-Gewurstel und Gewedel mit dem Handtuch, bevor sie sich mal setzen. Als wären alle Plätze schon von hämisch grinsenden, männlichen Gonokokken belegt.

Frauen gehen nie allein in die gemischte Sauna, genauso wenig wie aufs Klo. Ansonsten geht es eh zu wie in einem Sprechzimmer. Nuscheln und tuscheln, bis der Arzt kommt. Dann immer der bange Blick zum Ofen. Der sagt, hoffentlich fängt jetzt keiner dieser Idioten mit Aufgüssen an. Weil Aufgüsse sind wie 150 Kilo auf die Hantel stecken. Aber wozu sonst sitzt man dann in der Sauna?

Davor, dazwischen und danach trinken Frauen immer stilles Wasser. Oder höchstens Medium. Vielleicht mit einem Scheibchen Zitrone drin. Das schmeckt übrigens wie drei Tage offen stehen gelassenes Mineralwasser. Wahrscheinlich stellen die Mineralwasserfirmen das auch so her. Wie sollen denn da dem Körper wieder die ausgeschwitzten Mineralien und Salze zugeführt werden? Und dann den Kopf schütteln, wenn Männer aus medizinischen Gründen danach ein Bier die Kehle hinunterrinnen lassen.